Festgeld

Festgeld ist eine Anlageform, bei der ihr Geld über einen im Voraus bestimmten Zeitraum zu einem genau festgelegten Zinssatz angelegt wird.

 

Es kann daher nicht täglich über das angelegte Geld verfügt werden, sondern erst am Ende der vereinbarten Laufzeit. Will man vor dem Ende der Anlagelaufzeit auf das Geld zugreifen, verfällt im Regelfall der Anspruch auf die vereinbarten Festgeldzinsen oder es werden sogar Strafzinsen fällig.

 


Diese schlechte Verfügbarkeit wird aber meist durch einen, zum Beispiel im Vergleich zum ständig verfügbaren Tagesgeld, höheren Zinssatz ausgeglichen. Der Anlagezeitraum für Festgeldkonten reicht im Allgemeinen von einem Monat bis hin zu sechs Jahren. Doch lohnt sich Festgeld meist erst ab sechs Monaten, da die Zinsen mit steigender Anlagedauer höher werden.


Die höchsten Zinsen werden bei einer Laufzeit zwischen 12 und 24 Monaten. Das liegt daran, dass die Zinsentwicklung seitens der Bank für einen solchen Zeitraum noch gut vorherbestimmt werden kann. Denn wie auch beim Tagesgeld richtet sich die Höhe der Zinsen beim Festgeld nach den üblichen Zinsen am Geldmarkt und den von der Europäischen Zentralbank (EZB) festgelegten Leitzinsen. Sollte der Leitzins der EZB sinken, so wird auch der gebotene Zinssatz für Tagesgeld und Festgeld sinken, steigt dagegen der Leitzins, so steigen auch die gebotenen Zinsen bei diesen Geldanlagen.


Während beim Tagesgeld der Anleger das Risiko der Zinsveränderung seitens der EZB trägt und die Bank die Zinsen auf das Tagesgeld jederzeit ändern und dem allgemeinen Zinsniveau anpassen kann, trägt beim Festgeldkonto dieses Risiko die Bank. Denn die gebotenen Zinsen auf das Festgeld haben bestand solange die Anlage dauert. Sollten also die Leitzinsen im Laufe einer Anlagedauer von 24 Monaten erheblich sinken, so betrifft dies nicht die Anlage in Festgeld, der Zinssatz bleibt bis zum Ende bestehen.


Festgeld gilt sowohl in Hinsicht auf die Rendite, als auch auf die Einlagensicherung als absolut sichere Geldanlage. Zum einen bleiben die Konditionen über den Anlegezeitraum konstant, zum anderen gehört das Festgeld auch zu den Arten der Geldanlagen, die der gesetzlichen Einlagensicherung unterliegen und darüber hinaus auch von zusätzlichen Einlagensicherungssystemen profitieren. Im Allgemeinen kann man also davon ausgehen, dass inländische Banken eine Einlagensicherung in voller Höhe garantieren.